Dienstag, 28. Juni 2011

Es war einmal...

Wie hat es eigentlich bei Euch angefangen? Mein Vater hat sich gestern beschwert, weil ich gar nicht geschrieben hab wie ich zum Nähen gekommen bin...

So fing alles an...

Als ich noch ein kleines Mädchen war, hat meine Mama für meine Schwester und mich genäht. Ich fand es immer interessant ihr dabei zuzuschauen. Es war toll beim Zuschneiden und Zusammennähen mit der Nase unter der Maschine zu hängen. Vielleicht hab ich daher auch ein ganz gutes räumliches Vorstellungsvermögen?! Überhaupt musste ich alle Handarbeiten ausprobieren. Meine Tante hat meiner Tochter vor ein paar Wochen erzählt, dass ich als kleines Mädchen schon gehäkelt habe. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich für meine Puppen und Monchichis Sachen gemacht habe. 
Von meiner Oma hab ich dann noch sticken gelernt und etwas später kam das Strickfieber. Ständig hatte ich ein Strickzeug in der Hand. Wären Strickpullis nicht irgendwann aus der Mode gekommen, hätte ich ohne Ende weiter gestrickt ;-). 
Das Nähfieber hielt sich lange Zeit in Grenzen, weil ich immer die Kleine war, die es noch nicht so konnte. Sobald es etwas schwieriger war, hat mich der Mut verlassen und meine Mama oder meine Schwester haben es für mich gemacht. Aber dann kam meine Zeit! Meine Schwester war ein Jahr als Aupair-Mädchen im Ausland und konnte mir nicht helfen. In der Zeit habe ich genug Selbstvertrauen entwickelt es selber zu machen. Leider hatte ich ein wenig Stress mit meiner ersten eigenen Nähmaschine, auf die von Anfang an kein Verlass war. Daher hab ich lange Zeit nichts mehr gemacht. Vor 10 Jahren hab ich mir dann endlich eine gute Nähmaschine gekauft und ab und zu etwas genäht. Das hielt sich aber auch in Grenzen. Erst vor zwei Jahren, als wir das Zimmer von meiner Tochter renoviert und neu eingerichtet haben, ist das Fieber richtig ausgebrochen. Diese Kissen hab ich genäht:



Danach konnte ich nicht mehr aufhören. Nach und nach wurde der Maschinenpark erweitert und Anfang des Jahres mein Nähzimmer ganz neu gestaltet. Jetzt haben alle Maschinen einen festen Platz und müssen nicht mehr weggeräumt werden. Mein ganzer Stolz ist meine Stickmaschine, die ich mir letztes Jahr gekauft habe. Was ich schon alles damit gemacht habe, könnt ihr in den älteren Posts sehen. 

In den letzten Tagen ist noch dieses Kleidchen 


und dieser Waschlappen entstanden:



Der Waschlappen ist nicht ganz perfekt geworden, weil die Stickerei etwas groß war. Er hat jetzt Elefantengröße ;-). Das Schrägband war auch sehr schlapp und ist daher etwas wellig, aber ich kann ja wohl keine Waschlappen bügeln oder??? Jetzt kenne ich die Tücken und kann beim nächsten Teil darauf achten, dass ich es besser mache... 

Der nächste Waschlappen und das neue Badetuch für den Urlaub sind schon in Planung...

Schönen Abend noch!

LG Nomilinchen

Kommentare:

  1. Ui, schöne Geschichte. Bei mir isses gar noch nicht so lang her dass ich mit dem Nähen angefangen hab. Ca. ein Jahr jetzt! Meine Freundin hat mir ein Kleid gezeigt dass sie selbst genäht hat und da dachte ich mir erstmals: das kann ich auch! Bin dann zu meiner Mama gefahren, die hat mir die ersten grundlegenden Sachen erklärt. Mein Schatz hat mir dann eine Nähma gekauft und die hab ich jetzt seit nem knappen Jahr. Inzwischen ist ne Ovi und ne Sticki dazugekommen und ich bin fast jeden Tag in meinem Nähzimmer am werkeln und es macht immer noch sooo viel Spaß!!!

    Deinen Waschlappen find ich soooo süß!! Und das rosa Kissen erst.....!

    Wünsch dir noch nen schönen Abend!
    GLG
    Susi

    AntwortenLöschen
  2. danke für deine Erzählung und die Kissen sind echt schön geworden und an Waschlappen hab ich mich noch nicht gewagt;)

    lg Marion

    AntwortenLöschen
  3. uih, na da hast du ja schon eine lange geschichte hinter dir ;-) schöne kissen hast du entworfen und das kleid ist ein prachtstück! ich habe vor zwölf jahren, als mein sohn geboren wurde, ein kleines bißchen genäht - mit mamas hilfe, auch mal einen kurs besucht. dann aber bin ich krank geworden und hatte dafür keine kraft mehr. letztes jahr, hat mir eine tante ihre maschine geschenkt und ich habe wieder ein bißchen kreativitäts-luft geschnuppert. habe es als eine art beschäftigungstherapie angesehen und gemerkt, das ich beim nähen wunderbar abschalten kann. tja, und dann hat mich das nähfieber erwischt mit allem was dazugehört: tilda, deko, kleidung, farbenmix, stoffmarktbesuche und das bloggen ;-) heute möcht ich es nicht mehr missen und es gehört schon fest in meinen alltag!
    lg, kirsten

    AntwortenLöschen
  4. Super, die Sachen die du genägt und bestickt hast. ICh habe auch seit neustem eine Stickmaschine...muss mich aber noch ein bisschen einarbeiten.
    LG
    Annette

    AntwortenLöschen